Merz hat Michael Meister rausgeworfen und durch Philipp Amthor ersetzt. Außerdem hat er Verkehrsminister Patrick Schnieder entlassen. Der designierte Nachfolger Frist Günzler hat aber abgesagt.
Merz scheint im Inneren des Apparats eine Verschwörung gegen sich zu wittern. Amthor zieht da nicht als Brückenbauer ein, sondern als horchender Aufpasser. Ein persönlicher Spion des Kanzlers, der die eigenen Flurgespräche filtert und dem Chef steckt, wer intern den Aufstand probt.
Da wird im Kanzleramt ein schon existierender Posten umetikettiert, um angeblich die „Kommunikation zwischen Bund und Ländern“ zu verbessern. Als ob ausgerechnet Philipp Amthor als Staatsminister das bürokratische Dickicht des Föderalismus entwirren würde. Es geht doch überhaupt nicht um Sachpolitik. Das Kind bekommt nur einen schicken Namen. In Wahrheit scharrt Friedrich Merz schlicht seine treuesten Gefolgsleute um sich.