Sein als Bezogensein. Eine Auseinandersetzung mit Wolfgang Welschs Entwurf einer evolutionären Ontologie – Dominikus Kraschl
Zuerst veröffentlicht in: Bernhard Nitsche & Florian Baab (Hg.), Dimensionen des Menschseins – Wege der Transzendenz (Beiträge zur Komparativen Theologie, Bd. 27), Ferdinand Schöning: Paderborn 2018, S. 273-292
Eine Auseinandersetzung mit Wolfgang Welschs Entwurf einer evolutionären Ontologie
1 . Die Frage nach der Einheit von Mensch und Welt
Die Religionssysteme der Welt bezeugen vielgestaltige Transzendenzvorstellungen. Daran haben wir uns heute gewöhnt―vielleicht so sehr, dass wir bisweilen beinahe vergessen, dass sich der Pluralismus der Transzendenzkonzepte nicht von selbst versteht, sondern nach einer Erklärung verlangt.
Ein Modell für eine solche Erklärung entwickelt und erprobt Bernhard Nitsche in seinem Forschungsprojekt „Gott oder Göttliches“. Da dieses Modell wird im ersten Teil des vorliegenden Sammelbandes vorgestellt wird, beschränke ich mich hier darauf, drei für diesen Beitrag relevante Aspekte der von Nitsche verfolgten Erklärungshypothese zu rekapitulieren:[1]
(i) …